Was ist LoRaWAN?

Die Funktechnologie LoRaWAN bietet ein großes Potenzial für mannigfaltige IoT-Anwendungen.

Der internationale Funkübertragungsstandard erlaubt das Senden von Daten mit sehr geringer Energie über eine große Distanz. Die Ultrakurzwelle mit 868 MHz hat eine optimale Durchdringung auch in Gebäuden. So können mit modular aufgebauten Netzwerken Reichweiten von bis zu 10km im Freien und rund 2km in bebauten Gebieten erreicht werden.

Die Sensorgeräte können je nach Bauart beliebige Parameter messen: Temperatur (Luft, Wasser), Feuchtigkeit, Luftqualität (CO2, O3, Feinstaub), Wasserleckage, Füllstand, Parkraumbelegung, Zählerstände, Bewegung, …

Durch geringen Energiebedarf für das Senden der Daten können die Geräte in geringer Baugröße gefertigt werden und werden mit Batterien gespeist, die mehrere Jahre einen wartungsfreien Betrieb ermöglichen.

Im Vergleich zu anderen Funktechnologien wie LTE, WiFi oder Bluetooth werden beim LoRaWAN Standard sehr kleine Datenmengen in relativ großen Zeitabständen übertragen, beispielsweise bei Temperaturmessung 15 Zeichen alle 20 Minuten. Das schont die Batterie und resultiert in langer Lebensdauer der kompakten Sensorgeräte.

Die kurzen Übertragungszeiten bedeuten in Verbindung mit der niedrigen Funkfrequenz auch eine sehr niedrige Strahlungsintensität: mit rund 25mW etwa 1/80 der Strahlung von Mobiltelefonen (2000 mW).

LoRaWAN bietet zahlreiche Einsatzmöglichkeiten in nahezu allen Bereichen: Steuerungsaufgaben, Gebäudesicherung, Anlagenüberwachung, Energiedatenerfassung, Klimamonitoring (indoor und outdoor), …

Vorteile von LoRaWAN

So funktioniert ein LoRaWAN-Netz